Jugendcamp 2007

vom 16. bis 20. Mai 2007 in Bruchsal

Felicitas Fädrich, Natalie Großmann,
Johanna Thomas und Johanna Zelle berichten

Für uns vom JuVo, ging das Jugendcamp wie jedes Jahr, schon am Dienstag los. Gegen Nachmittag waren wir dann Vollständig in Bruchsal angekommen und es konnte mit den Vorbereitungen losgehen. Erst einmal gingen wir im Großmarkt einkaufen, dass war schon eine ganze Menge, naja, es sollte ja schließlich auch fünf Tage lang für ca. 75 Personen reichen. Auf der Ranch angekommen wurde erst mal alles aus dem Hänger ausgeräumt, und verstaut. Dann wurde die Werkstatt von Wolfgang und Gerhard Dickgießers Firma ausgeräumt und wie jedes Jahr...

...zur Küche umfunktioniert.

Dienstag

Wir fingen an das Heuhaus einzurichten. Erst wurde alles ausgefegt und dann mit Heu eingestreut, heute schafften wir aber nicht alles und machten den Rest am Mittwochmorgen. So langsam wurde es dann auch schon später und wir bekamen hunger, also bestellten wir uns Pizza. Nach den wir gegessen hatten gab es noch einiges zu Planen und zu besprechen, wir bastelten auch schon einige Namensschilder, da ich mich mal wieder verschätz hatte und wir feststellen mussten, dass die jüngsten Kinder die wir morgen erwarteten das wohl noch nicht alleine basteln können. Jetzt war es aber wirklich Zeit ins Bett zu gehen, wir hatten ja schließlich noch einige anstrengende Tage vor uns. Also verkrochen wir uns in unsere Schlafsäcke.

Ich möchte mich auch hier an dieser Stelle noch mal ganz herzlich bei Katrin bedanken, die ja nicht mehr im JuVo ist, aber uns trotzdem total unterstützt hat, ohne sie wäre das für uns ganz schön schwer gewesen. DANKE!!!
(Felicitas Frädrich)

Mittwoch

Heute Morgen ging es dann nach dem Frühstück mit den Vorbereitungen weiter. Das Heuhaus wurde fertig eingestreut, die Küche eingerichtet, die Kühlschränke und die Gefriertruhe angeschlossen. Dann holten wir die bestellten Getränke und Biertischgarnituren beim Getränkemarkt ab. Die Tische und Bänke mussten nun aufgebaut werden. Und so langsam sah die Ranch auch schon ganz nach Jugendcamp aus. Hier und da musste natürlich noch einiges erledigt werden, aber im Großen und Ganzen waren wir soweit. Als erster Betreuer kam Uwe mit seinen zwei Esel Lucas und Jeannot und den beiden Ziegen gegen Mittag an. Die Esel von Anna-Rebecca und Johanna T., Flicka und Emily waren ja schon Gestern mitgekommen. Dann kam Dagmar unsere Köchin an und begann auch gleich mit den Vorbereitungen in der Küche.
Dann dauerte es auch nicht mehr lange und schon kamen die ersten Kinder an. Die nach dem sie sich bei uns angemeldet hatten, sich gleich mal die besten Plätze im Heu eroberten. Dann ging es ganz schnell und es wurden immer mehr… Zwischendurch kam Peter unser jüngster Betreuer, wie er es immer zu sagen pflegte, mit seinen beiden Eseln an. Die Kinder, die schon fertig damit waren sich ihren Schlafplatz einzurichten konnten schon anfangen sich Namensschilder zu basteln oder erkundeten erst mal die Umgebung, die für manche, die schon öfter dabei waren ja schon bekannt war, für andere, die aber das erste mal hier waren noch völlig neu.
Dann kam auch Gaby mit zwei Eseln an, auch meine Zwei kamen im laufe des Nachmittags. Auch Ronja und Bianca unsere jüngsten Betreuerinnen waren in der Zwischenzeit angekommen. Als letztes kamen dann Kitty und Joslyn, mit Esel Magnus und Pony Casar an, sie hatten ja schließlich auch den weitesten weg. Als wir dann bei 57 Kindern angekommen waren, waren dann auch alle da. Zum Glück hatte Dagmar ihren leckeren selbst gemachten Kartoffelsalat in der Zwischenzeit fertig, dazu gab es Wiener Würstchen und alle stürzten sich drauf. Nach dem dann alle gesättigt waren, konnten die Kinder, die noch kein Namensschild gebastelt hatten dies noch tun. Wir machten noch einige Kennenlernspiele und spielten Völkerball. Die Kinder konnten natürlich auch schon Bekanntschaft mit den Eseln machen. Aber mittlerweile war es auch schon ganz schön spät geworden. Und bis dann alle in ihren Schlafsäcken waren wurde es noch später, aber bis heute Abend alle schliefen war es viel, viel später, wenn das überhaupt mal der Fall war, alle Kinder hatten sich noch wichtige Dinge zu erzählen –die erste Nacht war wieder, wie bei jedem Jugendcamp, sehr unruhig.
(Felicitas Frädrich)

Donnerstag

Der Donnerstag beginnt, eine kurze Nacht ist zu Ende. Die Kinder stehen alle früh auf und stürmen auf die Berge von Nutella, Wurst und Käsebrote. Danach war erst einmal Besprechung was die Tagesplanung anging. Da es leider kalt und ein wenig regnerisch war, haben wir die Gruppen so aufgeteilt, dass alle einen einigermaßen trockenen Platz bekamen. Es gab eine Gruppe, die bei Nata Theorie hatte, eine Bastel-Mal Gruppe bei Fici und Kitty und eine Gruppe die alle Esel mit Johanna Thomas, Anna-Rebecca und Johanna Zelle putzten. Die Gruppen wurden immer durchgewechselt, so dass jeder am Ende alles gemacht hatte.
Nach dem Mittagessen zogen wir mit allen Kindern zur Weide von Dickgießers Stuten, um zu schauen, ob schon ein Eselfohlen das Licht der Welt erblickt hatte. Doch leider hieß es warten. Es gab noch keinen Langohrnachwuchs. Unser Weg ging in Richtung Golfplatz und dann zur Ranch zurück. Anschließend wurden die Gruppen für die Aufführung am Sonntag eingeteilt und dann ging es ans proben.
Am Abend wurde nach dem Essen mit allen Kids Völkerball gespielt. Anschließend hatten Johanna Zelle und Bianca einen Spiele Abend vorbereitet. Alle Kinder hatten großen Spaß daran. Vor dem schlafen gehen erzählte Gaby im Heuhaus noch Eselgeschichten. Dann ging auch dieser Tag zu Ende.
(Auf Grund des regnerischen Tages und einigen Kindern, die am Freitag Schule hatten, wurde die Nachtwanderung auf den Nächsten Tag verlegt)
(Johanna Thomas)

bei der Wanderung2

Freitag

Am Freitag hatten wir ziemlich Glück mit dem Wetter. Die Sonne kam aus ihrem Versteck heraus und trocknete somit unsere völlig durchnässten Kleider von Donnerstag.
Trotz der guten Laune aller über die Sonnenstahlen, begannen wir den Tag mit einem supermegaleckerem von Dagmar gerichtetem Frühstück .Nachdem sich alle gestärkt hatten, wurden fünf Kinder zum Misten mit Uwe eingeteilt. Die restlichen Kinder putzen mit Begeisterung solange die Esel. Nun gab der JuVo die heutige Tagesplanung bekannt.
Wegen des schönen Wetters hatten wir am Mittag eine klitzekleine Wanderung geplant, (klitzeklein wegen der Nachtwanderung am Abend) und morgens sollte in den Gruppen weiter für die Aufführung geprobt werden. Die Kinder die schon fertig mit üben waren, bastelten bei Kitty an ihren Fahnen und Kostümen weiter.
Als dann alle Gruppen ihr Programm beendeten, dauerte es keine Halbe Stunde bis das Völkerballspielfeld auf den Reitplatz aufgebaut war. Nun spielten alle Kids und fast alle Betreuer das erste Mal Völkerball im trockenen J
In dieser Zeit bereitete Dagmar das Vesper zu: Wurst- und Käsebrote mit Gemüsesalat. Es hatten alle ziemlich Hunger und freuten sich, als es endlich hieß „Essen ist fertig!“ Als Nachtisch bekam jeder ein Eis.
Jeder konnte sich noch kurz ausruhen und dann hieß es wieder „Esel putzen“. Diesmal führte unser Weg als erstes zum Eselfohlen, das in der Nacht geboren wurde. Wir machten uns mit den geputzten und teilweise auch gesattelten Eseln auf den Weg. An der Weide angekommen, teilte Katrin die große Gruppe in 2 Teile, damit das Fohlen bei so vielen Kids keinen Schock bekomme. Durch den Regen der vergangenen Tage war es auf der Koppel ziemlich matschig und so mancher war froh, Gummistiefel angezogen zu haben. Als dann alle das neugeborene Eselchen betrachtet hatten, liefen wir weiter. An der Hengstkoppel vorbei, immer Katrin hinterher JJJ
Joachim und Dagmar fingen in der Zwischenzeit an, den Grill aufzubauen und alles herzurichten. Salat wurde vorbereiten, Gemüseburger, Würstchen und Steaks aufgetaut und anschließend gegrillt. Hier noch mal ein dickes Dankeschön an unsere Grillmeister, es hat echt lecker geschmeckt.
Als die Dunkelheit eintraf, trillerte Fici mit ihrer Pfeife und alle Kinder kamen in den Hof gestürmt. Nun erklärte Wolfgang die „Regeln“ der Nachtwanderung: feste Schule, Regenjacke, alle sollten zusammen bleiben, keine Taschenlampen, niemand darf vor ihm laufen und keiner hinter Nata. Letzteres mit der Begründung: Wenn der Bär kommt, tanzt Nata mit ihm und alle anderen haben in dieser Zeit die Möglichkeit wegrennen. Sie habe so lange Beine und würde den Bär schon abhängen J
Einem Bär begegneten wir nicht, dafür aber anderen angsteinflössenden Gestalten, die unseren Kids ziemlich Angst einjagten. Nach einem anstrengenden Fußmarsch trafen wir völlig erschöpft auf der Ranch ein. Und was nach einer Nachtwanderung auf dem Jugendcamp natürlich nicht fehlen darf, ist fast jedem bekannt. Solange wir in der Dunkelheit herumstapften, richtete Dagmar Hefezopf und warmen Kaba in der Küche alias Werksatt. Ziemlich müde und erschöpft freuten sich alle auf ihre Schlafsäcke und schliefen sofort ein. Solch eine Nachtwanderung sollte man jeden Abend vor dem schlafen gehen durchführen, den so schnell ruhig wie an diesem Abend, war es an keinem.
(Natalie Großmann)

Samstag

Es ist Samstag, der vorletzte Tag im Eselcamp. Wieder einmal stehen alle Kinder früh auf und freuten sich auf die Berge von Nutellebroten. Nach dem Frühstück ist Uwe mit seiner „Mistgruppe“ losgezogen und der Rest hat sich wieder ans putzen der Esel gemacht. Da am nächsten Tag die „große“ Aufführung für die Eltern, Großeltern und Freunde geplant war, wurde noch einmal fleißig geprobt. Zum Mittagessen gab es dann gekochte Eier, Wurst- und Käsebrote und natürlich Dagmars leckerer Gemüsesalat.
Mittags führten wir die geplante Wanderung durch. Alle Esel wurden geputzt, manche davon gesattelt, eingespannt und die restlichen Langohren wurden geführt. Zu jedem Esel wurden 3 bis 4 Kinder zugeteilt und auf ging’s von der Ranch in Richtung Golfplatz und noch viel weiter. Nach der Hälfte der Stecke kam Dagmar mit den Trinkbechern der Kinder, Getränken und Hefezopf zu einem abgesprochenen Treffpunkt, wo wir ca. eine 30minütige Pause machten. (die bei der Hitze auch ganz angenehm war). Auf der Ranch zurück wurden die Esel versorgt, die Sättel und Kutschen aufgeräumt und der Putzplatz gefegt. Die Kinder zeigten jedoch keine Müdigkeit vor, sofort wurde gefragt, wer alles Völkerball spielen würde und ruck zuck waren 2 Gruppen gewählt und los ging’s. Diejenigen die keine Lust zum spielen hatten, ruhten sich im Heuhaus aus oder verkünstelten sich an ihren Kostümen für die große Aufführung. Nachdem sich dann alle eine kleine Pause gegönnt hatten (natürlich auch die Esel), wurde noch eine Generalprobe durchgeführt. Es sollte am Sonntag schließlich alles klappen.
Am Abend versammelten sich noch ein paar am Lagerfeuer. Es war die Zeit um gruselige Geschichten zu erzählen und um zu singen J
Als sich dann Manuel beim Holzspalten noch in den Fuß hackte, war aber für alle „Bettruhe“. Doch durch den ganzen Aufruhr dauerte es lange, bis alle schliefen und auch Gaby ihr Geschichtsbuch zuklappen konnte. Nach einer „kleinen“ JuVo - Besprechung konnten dann auch langsam die Betreuer ins „Bett“ gehen.
PS: Manuel kam am selben Abend noch vom Krankenhaus zurück und es war doch nicht so schlimm, wie sich mancher ausmalte.
(Natalie Großmann)

Sonntag

Endlich war der große Tag gekommen. Heute am Sonntag würde die Aufführung stattfinden.
Schon äußerst früh standen alle auf. Dann begann das große Aufräumen. Die Koffer wurden gepackt, Müll wurde aufgesammelt und alle Gegenstände die im Heu lagen, aber keinem gehörten wurden „versteigert“. Da gab es vergessene T-Shirts, Socken, Unterhosen, Fahnen und noch viel mehr.
Als nun alles seinen Besitzer wieder gefunden hatte und die Koffer auf dem Hof standen, trafen schon die ersten Eltern ein. Schnell wurden noch die Bänke zum sitzen für dir Zuschauer auf dem Reitplatz aufgebaut, die Esel noch auf Hochglanz geputzt und schon konnte die Vorführung beginnen.
Als ersten Programmpunkt führten alle Jugendcamp Teilnehmer ihre Fahnen vor. Das war ein buntes Farbenspiel aus Eselköpfen und Schriftzügen. Anschließend führten die Teilnehmer in kleinen Gruppen Akrobatik mit Eseln, Tanz, Voltigieren, ein Märchen und eine geführte Eselkür vor.
Alle Eltern waren begeistert und sämtliche Teilnehmer versammelten sich noch einmal auf dem großen Sandplatz. Jeder Teilnehmer bekam eine Platte mit einem Foto von sich und einem der Esel zu Abschied geschenkt.
Der Mal- und Gedichtwettbewerb wurde ausgewertet und schon war alles zu Ende. (schade!!!)
Die Eltern sammelten ihre Kinder ein und fuhren nach Hause.

Die fünf Tage sind wahnsinnig schnell vergangen und es hat wieder mal Riesen Spaß gemacht, alles zu Organisieren und durchzuführen. Vielen Dank an die Familie Dickgießer, die uns wieder einmal ihren kompletten Hof zur Verfügung gestellt hat und ohne die das Camp nicht zustande gekommen wäre. DANKE !!
(Johanna Zelle)