Jugendcamp 2005

vom 4. bis 8. Mai 2005 in Gütersloh

Natalie Großmann und Felicitas Frädrich berichten
Was man so alles bei einem verregnetem
Jugendcamp im Mai machen kann

Mittwoch

Um 11 Uhr reisten die ersten Kinder, Esel und Betreuer auf Dickgießers Ranch an. Es wurde alles umgebaut, die Werkstatt zur Küche, der Eselstall zum Schlaflager, und, und, und ...
Ab 15Uhr reisten dann alle weiteren Kinder. Betreuer und Esel an, so dass am Abend 12 Esel, ein Pony, 57 Kinder und 12 Betreuer beim diesjährigem Jugendcamp angekommen waren. Alle hatten an diesem Abend einen guten Appetit und verspeisten den von Dagmar vorbereiteten Kartoffelsalat, warme Würstchen und Brot. Es war sehr lecker. In einer Regenpause putzen wir die Esel und machten uns auf dem weg zu einer kleinern Wanderung, bei der wir Dickgießers Esel auf der Wieder besuchten. Als wie wieder auf der Ranch ankamen war es schon dunkel und kurz danach fielen auch schon alle müde in ihre Schlafsäcke.

Donnerstag

So müde, wie es am Vorabend schien, war es wohl doch leider (?) nicht gewesen, den doch dieser sehr unruhigen Nacht waren alle schon um 6:30Uhr wieder wach. Mehr oder weniger ausgeschlafen kamen alle zum Frühstück, das Dagmar, Kitty und Rosa schon gerichtet hatten. – Nutella-, Wurst-, Käse- und Marmeladenbrote, mit warmem Kakao, Tee oder Kaffe.
Nach dem Frühstück wurden die Esel unter Anleitung von Uwe ausgemistet. Danach wurden die Kinder in drei Gruppen eingeteilt, von denen abwechselnd jede Gruppe eine Stunde Theorie mit Katrin, Basteln mit Kitty, Rosa und Fici, Reiten und Voltigieren mit Petra, Hanna, Nata, Anna-Rebecca und Ann Sophie machten. Als bis um 12 Uhr jede Gruppe überall teilgenommen hatten, hatten schon alle großen Hunger, dass sie schon eine halbe Stunde, bevor die Spaghetti fertig waren, in einer riesigen Schlange vor der Küche standen – oder weil es aus Kübeln schüttete???
Hanna und Nata probierten sich nach dem Essen als Frisösen. Bei Liesel klappte es auch ganz gut, aber als sie Marie bis zur Hälfte geschoren hatten, machte das Messer der Scheermaschine schlapp. Wolfgang unser Retter, hatte zum Glück noch eine Schafschermaschine, mit der wir diese Situation auch wieder retten konnten. Bis um halb vier konnten sich alle mehr oder wenig erholen. Dann ging das Programm mit Ritterspielen mit Uwe und Tillmann; Basteln; Spiele mit Rosa und eine kleine Wanderung zu Dickgießers Esel weiter. Späte wurden noch Sharie und Tülla, sowie Nati und Nory eingespannt und jeder der wollte, durfte mitfahren. Danach wurde zu Abend gegessen. Bis um halb zehn konnte sich jeder seine Zeit selber einteilen, dann ging es los zu unserer Nachtwanderung, die zum Glück trocken verlief, aber dennoch etwas seltsam, als wir gerade das letzte Stück durch den Wald gingen, krachten plötzlich, obwohl es nicht arg windig war, zwei Äste von den Bäumen. Dies jagte uns allen erst mal einen ziemlichen Schreck ein. Zum Glück ist niemandem etwas passiert und wir trafen uns alle unversehrt auf der Ranch ein, wo uns Dagmar schon mit heißem Kakao und Hefezopf erwartete. Bis alle im Bett bzw. im Heuhaus in ihren Schlafsäcken lagen, war es wieder sehr spät. Zum Glück waren aber alle doch so müde, dass diese Nacht etwas ruhiger verlief als die Erste.

Freitag

Heute morgen dauerte es auch länger bis alle aus ihren Schlafsäcken kamen. Wir Betreuer standen eine ganze Weile in der Küche und warteten vor dem fertigen Frühstück auf die Kinder. In der Zwischenzeit fing es an zu regnen und der Plan unserer heutigen Ganztageswanderung wurde schon gestrichen. Irgendwann wurde es Katrin langweilig und sie fing an alle Kinder aus ihren Schlafsäcken zu trompeten. Nach dem Frühstück regnete es immer noch ... jetzt stellen wir unser Programm ganz um. Die Wanderung wurde vorerst verschoben und wir fingen an, unsere Ritterrüstungen zu vervollständigen. Wolfgang besorgte noch mal Holz und fertigte mit Uwe und Manuel Schutzschilder und Schwerter für alle Kinder an, die sie danach anmalen konnten. Andere verkünstelten sich an ihren Kleidern und wieder andere Bastelten mit Katrin und Petra Burgfräulein-Hüte und Ritterhelme. So hatten bis zum Mittagessen alle Kinder eine vollständige Ritterausrüstung. Wie durch ein Wunder hörte der Regen auf und sogar die Sonne lies sich einmal blicken. Darauf hin beschlossen wir, unsere Wanderung nach dem Essen in verkürzter Form durch zuführen. Mit vier Kutschen, gerittenen und geführten Eseln gingen wir trockenen Fußes dem kommendem Regen ( von dem wir natürlich noch nicht wussten, dass er kommt) entgegen. Als wir bis auf die Knochen durchnässt waren, kamen Wolfgang, Gerhard und Evelyne und verfrachteten ALLE, die nicht bei den Eseln bleiben mussten, in 3 Autos und fuhren sie auf die Ranch zurück.
Nachdem kurz danach auch alle anderen auf der Ranch eintrafen, wurden erst einmal alle Klamotten gewechselt. Wolfgang sammelte alle nassen Klamotten ein und nahm sie mit nach hause, um sie dort im Trockner zu trocknen. Heute Abend wurde gegrillt, Joachim und Manuel, unsere Grillmeister, verköstigten alle mit Steaks, Wust und Gemüsebürger. Dazu hatte Dagmar wieder einen leckeren Salat zubereitet. Abends saßen einige noch lange singend und Gitarrespielend am Lagerfeuer.

Jugendcamp2009

Samstag

Heute morgen hatten wir mit dem Wetter mal wieder kein Glück...
Es regnete ohne Unterlass, trotzdem entschieden wir uns, das Programm nicht zu verändern. Die Kinder konnten wieder in drei Gruppen abwechselnd Reiten, Voltigieren und Basteln. Wobei, wetterbedingt, Basteln die beliebteste Gruppe war. Nach diesem Vormittag waren alle so durchnässt und durchgefroren, dass die Heizung in der Küche gute Dienste leistete. Zum Mittagessen gab es dann Käsespätzle. Danach machten Rosa, Nata und Hanna mit den Kindern, die trotz des Regens noch wollten, eine Schnitzeljagd. Die anderen machten mit Katrin und Uwe Ritterspiele auf dem Sandplatz. Nachdem alle wieder auf der Ranch waren, fing es noch einmal richtig an zu schütten. Als wir zu abendgegessen haben, hörte es ausnahmsweise auf zu regnen und die Kinder wollten wie geplant ein Lagerfeuer veranstalten, nur leider stand die Feuerstelle komplett unter Wasser. Aber: Wo ein Wille, auch ein Weg ...
Das Wasser wurde mit Eimern ausgeschöpft und das Lagerfeuer konnte doch noch stattfinden. Wie schon am Freitagabend wurden auch heute wieder Lieder gesungen.

Juca2013Sonntag

Heute morgen nach dem Frühstück wurden alle Sachen gepackt, aufgeräumt und geputzt. Zum Mittagessen hatte Dagmar Wurstsalat gemacht. Die ersten wurden nun auch schon abgeholt. Aber eigentlich stand uns das Highlight noch bevor. Dieses Jahr fiel nämlich das Datum des Jugendcamps genau mit dem des alljährlichen Sommertagsumzug in Bruchsal zusammen, bei dem der Winter vertrieben werden soll. Da die Familie Dickgießer jedes Jahr an diesem Umzug teilnimmt, schien es vorerst als Problem der Kombination mit dem Jugendcamp, doch dann nach kurzer Zeit stellten wir fest, dass der Sommertagsumzug einen geeigneten Abschluss unseres Jugendcamps sein konnte. Auch die Stadt Bruchsal war mit unserem Vorschlag, mit allen Kindern und Eseln an dem Umzug teilzunehmen, einverstanden und sponserte uns auch Bastelmaterial für unsere Ritterausrüstungen. Also zogen alle nach dem essen ihr Ritterrüstungen an, putzten die Esel und machten sich startklar. Dann konnte es losgehen. Als erstes mussten wir die B3 überqueren, dann ging es in Richtung Stadt. Obwohl das Wetter besser als an allen anderen Tagen war, blieben wir auch heute vom regen nicht verschont. Noch bevor wir in der Stadt waren, überraschte uns ein Regenschauer – alle waren nass! Wir mussten die Krepppapierbänder von unseren Hüten und Helmen entfernen, damit sie nicht unseren ganzen Kleider verfärbten. Bis wir in der Stadt waren, waren auch die meisten Hüte und Helme so durchweicht, dass sie nicht mehr zu gebrauchen waren. Bei der Aufstellung auf dem Schulhof kam dann wieder die Sonne raus, aber sie blieb nicht die ganze Zeit, während des Umzugs regnete es zur Abwechslung mal wieder. Als wir auf dem Schlossplatz angekommen waren und der riesige Papierschneemann, zum Zeichen der Winteraustreibung, angezündet wurde, kam noch einmal kurz die Sonne raus – haben wir es vielleicht geschafft? Doch schon auf dem Heim weg regnete es wieder. Als alle wieder auf der Ranch waren, kamen auch schon alle Eltern, um ihre Kinder abzuholen und das große Verabschieden und Einpacken ging los. So gegen 17 Uhr waren alle auf dem Heimweg, für uns ging das Aufräumen noch weitre ... Insgesamt kann man sagen, dass es wieder ein sehr schönes Jugendcamp war, das sehr viel Spaß gemacht hat. Das Wetter war dafür noch nie so schlecht wie dieses Jahr. Dass wir die Heizung anmachen mussten, ist vorher auch noch nie vorgekommen!
Wir möchten uns auch noch ganz herzlich bei Familie Dickgießer bedanken, die uns ihr ganzes Betriebsgelände wieder kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Und natürlich auch allen, die uns in irgendeiner Weiße unterstützt haben. VIELEN DANK !!!

Es grüßt aus dem Juvo
Nata und Fici