Jugendcamp 2004

vom ?. bis ?. ? 2004 in Bruchsal

Petra Springmann berichtet

Eigentlich fing alles ganz normal an …

Mittwoch

Es war ein sonniger Mittwochnachmittag, als die ersten Camper eintrudelten. Wieder einmal hatten fleißige Hände den Betriebshof der Familie Dickgießer in Bruchsal bestens für das Jugendcamp vorbereitet. Eltern brachten ihre Kinder und manche Betreuer ihre Esel. Alte Hasen begrüßten sich und die Neulinge, zu denen wir ja nun auch gehörten, erkundeten das Gelände. Als weiteres Highlight wurde ausgerechnet an diesem Tag ein Hengstfohlen geboren und ein weiteres wurde sehnsüchtig erwartet, es ließ sich aber dann doch noch ein paar Tage Zeit. Rosa, welche als Betreuerin ein „alter Hase“ ist, sucht sich ihren Schlafplatz bewusst etwas außerhalb des Campgeschehens unter einem Baum auf der Weide, auf der die Kuh und die Ziegen der Familie Dickgießer standen.

Sie hatte ihr Zelt noch nicht fertig aufgebaut, als sie die ersten Kinderstimmen auf dem Betriebshof hörte. Pflichtbewusst ließ sie ihr Zelt stehen, um die Kinder zu begrüßen und beim einchecken zu helfen. Als sie nach einiger Zeit zu ihrem Zelt zurück kehre, staune sie nicht schlecht. Die Kuh hatte ein riesiges Pipi auf ihr unterzelt gemacht. Zur Belustigung aller wusch Rosa ihr Zelt ab und hing es zum Trocknen im Hof auf. Diese Nacht schlief sie unter freiem Himmel bei der Kuh!!! Als nun fast alle Kinder und Betreuer, mit und ohne Esel da waren, rief Katrin alle zu einem ersten „Meeting“ auf dem Reitplatz zusammen. Jeder durfte sich vorstellen und Katrin erklärte den Ablauf des Camps, die Regeln und Verbote. Sie nahm ein Jagdhorn und erklärte, dass sie zu jeder Versammlung hineinblasen würde und sich dann alle sofort im Hof einfinden sollten. (mal ehrlich: sie brachte von mal zu mal bessere Töne raus und auch die Kids waren von mal zu mal schneller versammelt)
An diesem Abend spielten wir noch verschiedene Spiele (z.B. Völkerball) auf dem Reitplatz. Eigentlich hätten die Kinde alle müde sein müssen, nach dem sie sich auf dem Reitplatz austoben konnten, doch alle waren aufgedreht und es wurde eine erste unruhige und kurze Nacht im Heuhaus.

wir machen eine Wanderung

Donnerstag

beim ReitenManche Kinder waren bereits seht früh wach. Einige sogar vor unserer Küchenfee Dagmar, die normalerweise immer die erste war beim Aufstehen. Sie richtete bereits das Frühstück vor und den Kaffee kochte sie auch ganz früh, damit die „ Brot schmierenden Helfer“ bei der Arbeit eine Tasse Kaffe trinken konnten. Und auch sonst verwöhnte sie uns die ganzen Tage mit leckrem Essen. Dagmar – Vielen Dank

An diesem Morgen gab es noch ein Geburtstagskind – Sarah aus Freudenstadt. Katrin übergab ihr ein T-Shirt mit dem Vereinslogo und einen kleinen Geburtstagskuchen mit Kerzen. Nach dem Frühstück wurden die Kinder in Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe konnte abwechselnd zu den vier verschiedenen Stationen: Reiten - bei Natalie; Voltigieren - bei Anna-Rebecca; Basteln – bei Fici; und Theorie – bei Katrin. (Theorie, was ist den das? Ist das so wie Chemie?)
Bei Fici konnten sich die Kinder ihre Indianerkleider selber schmücken. Fici`s Mutter hatte zuhause lauter Rohlinge angefertigt, die nun darauf warteten von den Kindern mit Federn, Perlen und bunten Farben geschmückt zu werden.
Nach dem Mittagessen wurde teilweise noch weiter gebastelt, gespielt und aufgeräumt. Die geplante Wasserschlacht wurde lieber nicht gemacht, da das Wetter zu unecht war. Dafür durften alle bei der Namensuche für das neue Hengst fohlen helfen. Alle durften ihre Vorschläge aufschreiben und in einen großen Eimer geben. Alle waren gespannt, für welchen Namen sich Wolfgang entscheiden würde. An diesem Abend wurde es im Heulager früher still und am Freitag morgen war Dagmar wieder die erste beim aufstehen. Heute wurden die Gruppen für das Aufführungsprogramm festgelegt und die ersten Ideen wurden beratschlagt.

beim Tippis bemalen

unsere Indianer im Tippi

Freitag

Man begann fleißig mit dem Üben. Nach dem Mittagessen gab es heute für jedes Kind ein Eis. Ob das Eis was mit dem Geburtstag von Lukas, dem Esel von Uwe zu tun hatte oder weil die Sonne noch so schön schien, sei dahin gestellt. Es schmeckte alles und so konnten alle an der Gemüseschnitzeljagd teilnehmen. Es war eine lustige Jagd. Wir teilten die Kinder, Esel und Betreuer in 2 Gruppen. Die erste Gruppe bekam einen Vorsprung von ca. 30 min.. Rosa, die „Anführerin“ und ihre Gruppe, legten uns verschiedene Gemüsespuren. Mal eine Gurke, mal einen Salat, mal Karotten, man muß sich das eigentlich bildlich vorstellen! Da liegen tatsächlich mitten auf dem Feldweg zwei Eier! Und trotzdem, oder hatte da Lutz etwa seine Finger im Spiel(?), konnten wir nicht alle Fährten finden und mitbringen. Zuletzt jedoch konnte der Esel der Suchgruppe, die Anderen aufspüren. Auf dem Rückweg hörte man mache Meinung, warum nun doch nicht alle Fährten auffindbar waren. Zurück im Camp wurden die Esel versorgt und so machen Spiele gespielt. Abends sollte eigentlich die Nachtwanderung stattfinden, doch das gute Wetter hatte sich bereits verabschiedet. Da die Nachtwanderung aber als besonderes Highlight einfach zu einem guten Jugendcamp dazu gehört, einigte man sich wegen der Wetterlage auf eine verkürzte Version. Trotzdem kamen die Nachtschwärmer dann nass, müde und hungrig wieder auf der Ranch an. Wie gut es doch war, dass Dagmar wieder für alles gesorgt hatte, es gab heißen Tee oder Kaba und Hefezopf in verschiedenen Varianten.

die esel werden geputzt

Samstag

und im TrabAm Samstag kam endlich wieder die Sonne zum Vorschein und auch Uwe, unser bis dato drittes Geburtstagskind strahlte, als ihm einer nach dem anderen zum Gratulieren die Hand schüttelte. Voller Zuversicht gingen alle wieder an die Übungen für das Aufführungsprogramm. Langsam wurde es hektisch, den die Aufführung rücke immer näher. Die letzten Kleider mussten fertiggestellt werden und auch der Haarschmuck fehle manch einem noch. Am Nachmittag gab es einen Orientierungslauf. 10 Gruppen mussten jeweils mit einem Esel starten und an verschienen Stationen Aufgaben ausführen und Fragen beantworten. Für die Sieger gab es auch so manchen Preis zu gewinnen. Am Abend gab es Würstchen oder Steaks vom Grill und später wurde noch am Lagerfeuer Stockbrot gegessen. Tine und ihr Freund Stefan sind dann auch noch gekommen und haben das Lagerfeuer mit ihren Liedern so richtig gemütlich werden lassen. Manche Kinder holten ihre Schlafsäcke und übernachteten am Feuer.

beim Spieleabend

Sonntag

Voltigieren auf Muli ElsaUmso schriller ertönte am nächsten Morgen Katrins Weckruf und müde Krieger kamen herbei. Rasch wurde Gefrühstückt und alle packten dann ihre Sachen ein, denn schon bald wollten die ersten Eltern auf dem Hof sein. Und bis dahin musste ja schließlich alles vorbereitet sein. Es begann ein wuseliges hin und her. Die Esel wurden geputzt und durften auch noch indianisch angemalt werden, so mancher suchte verzweifelt seinen Indianerschmuck ...
Als dann alle Eltern da waren war es tatsächlich geschafft, alles stand bereit für die Aufführung, sogar das Wetter meinte es gut mit uns. Ich glaube, es hat allen gefallen und es war sehr gelungen, was die Kinder, die Esel und die Betreuer in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt hatten. Der Abschied fiel schwer und schnell wurden noch Adressen getauscht, manche Verabredung für das nächste Jugendcamp getroffen, ein letztes mal die Esel gestreichelt ...

Es war ein gelungenes Jugendcamp, welches ohne die Teilnahme der Kinder, ohne das Engagement der Betreuer, insbesondere dem Jugendvorstand, ohne das freundliche überlassen des Geländes der Familie Dickgießer und natürlich auch ohne Esel, nicht hätte stattfinden können. Dank Euch allen!!!
IIIAAAHHH !!!!