Jugendcamp 2003

vom 28. Mai bis 1. Juni 2003 in Bruchsal

Felicitas Frädrich berichtet
Der 1. Bruchsaler Eselzirkus

Mittwoch

Am Mittwoch, den 28. Mai 2003 reisten bis 20:00 Uhr sechzig Kinder, acht Esel, ein Muli, ein Pferd, zwei Ziegen und ein Schwein nebst Gepäck auf der Ranch an. Nach dem alle das Heuhaus bezogen, sich kennen gelernt und den selbst gemachten Kartoffelsalat von Dagmar verspeist hatten, ging der Abend schnell zu ende, wobei die Nacht für viele noch lange wurde.

Donnerstag

Am nächsten morgen fing dann ab 06:00 Uhr der Zirkus erst richtig an. Im wahrsten Sinne des Wortes sollte dieses Jahr am Sonntag den Eltern ein komplettes Zirkusprogramm aufgeführt werden. An diesem Morgen wurden die verschiedenen Arbeitsgruppen vorgestellt und die Kinder konnten das ganze Jugendcamp über in alle Gruppen hineinschnuppern. Uwe, der das ganze Jugendcamp über immer mit verschiedenen Kindern morgens und abends die Esel versorgte, hatte an diesem Morgen die Aufgabe, die Ziegen von Dickgießers von der Weide zu holen. Diese Aktion beanspruchte viele Kinder und einen Großteil des Vormittags. Anschließend wurden sie eingespannt. Rosa studierte mit einer Horde sportlicher Mädchen einen „tierischen“ Tanz ein. Mit Kitty und Michael wurde gebastelt. Anna- Rebecca Beate und ich machten mit dem Rest Voltigieren und Bodenakrobatik. Da es eine sehr große Gruppe war, teilten wir sie in drei kleinere Gruppen ein, auf Flicka und Rosine wurde Voltigiert, die anderen machten mit mir Bodenakrobatik.

Dagmar war damit beschäftigt, für alle Nudeln und Tomatensoße zu kochen. Nach dem Mittagessen machten wir erst mal eine kleine Pause, einige Spielten Völkerball, andere legten sich ins Heu. Am Nachmittag wurden dann alle Esel geputzt, teilweise gesattelt oder eingespannt. Dann ging unsere Wanderung los, abwechselnd durften die Kinder reiten, im Planwagen mitfahren, Esel führen oder einfach laufen. Schon auf der Hälfte des Weges fing es an zu regnen, erst nur ein bisschen, das war ja noch angenehm nach der Hitze, doch dann wurde der Regen immer stärker. Wir holten Jakobus und drei Stuten von der Weide ab und machten uns dann auf den Heimweg, es fing so richtig an zu schütten und wir kamen ziemlich klitschnass auf der Ranch an. Nachdem alle Tiere versorgt waren, gab es für alle Hefezopf warmen Kakao und Tee. Es hatte aufgehört zu regnen, also konnten wir wieder Völkerball spielen. Nachdem dann viele geduscht hatten, bis kein warmes Wasser mehr kam, gab es Abendessen. Bis alle im Bett waren, wurde es dann doch ziemlich spät.

Freitag

Am Freitagmorgen wurde deswegen aber nicht lange geschlafen, schon früh standen die ersten in der Küche, um zu schauen, ob es da schon was zu essen gab. Nachdem alle gefrühstückt hatten und die Esel ausgemistet und gefüttert waren, wurden wieder alle in die Gruppen eingeteilt. Jeder konnte auch mal eine andere Gruppe ausprobieren. Mit Uwe wurden wieder die Ziegen eingespannt, allerdings wurden heute seine Ziegen eingefahren, die man dann auch beschloss, für die Aufführung zu nehmen. Rosa übte weiter mit einigen Mädchen an dem Tanz. Nachdem Michael gestern mit einigen Kindern Jonglierbälle gebastelt hatte, wurde heute eine Nummer mit jonglieren und Zaubertricks einstudiert. Kitty studierte mit einigen Kindern eine Richtige Clownnummer ein. Mit Beate, Anna- Rebecca und mir wurde wieder in drei Gruppen abwechselnd auf Flicka und Rosine voltigiert und Bodenakrobatik gemacht.
Zum Mittagessen gab es Schupfnudeln mit Apfelmus und Sauerkraut und zum Nachtisch Eis. Nach einer kleinen Pause machten wir eine Wasserschlacht. Es war so heiß, dass wir die Esel erst wieder gegen 18:00 Uhr raus holten, sie wurden geputzt und dann ging es los zu unserer Nachtwanderung. Es ging als erstes über den Golfplatz, es war immer noch total heiß, viele konnten schon fast nicht mehr, als wir endlich an einer schattigen stelle Pause machten. Dagmar und Wolfgang brachten uns Brote und etwas zu trinken. Dann wurde Rippel- Dippel gespielt doch wir merkten bald, dass das mit 60 Kindern wenig Sinn hatte. Also machten wir Eierlaufen in vier Gruppen. Nachdem noch ein par andere Spiele gespielt waren wurde es ein bisschen dämmrig und wir gingen von da aus zu unserer richtigen Nachtwanderung los. Einige erschöpfte und müde Kinder wurden mit dem Auto schon mit auf die Ranch genommen. Wir gingen als erstes über den Truppenübungsplatz, durch einen Wald, und noch ein ganzes Stück weiter. Über einen Friedhof mussten wir auch noch. Nach dieser Wanderung waren alle ziemlich müde und gingen „früh“ ins Bett.

Jugendcamp2009

Samstag

Am Samstagmorgen dauerte es dann schon ein bisschen länger, bis alle wach wurden. Nach dem Frühstück gingen wieder alle in ihre Gruppen, diesmal in die, bei der sie dann auch bei der Aufführung sein wollten. Alle übten noch einletztes Mal vor der Generalprobe die Einzelheiten. So verging auch dieser Vormittag ziemlich schnell. Beim malen zwischendurch entstanden viele schöne Bilder. Heute Mittag gab es Nudelsalat und Brote und zum Nachtisch Eis. Weil es wieder so heiß war machten wir noch mal eine Wasserschlacht. Dann wurden noch viele Plakate gemalt und aufgehängt.
Gegen Abend machten wir dann die Generalprobe für unseren Zirkus. Es ging mit den Jongleuren und Zauberern los, dann kamen unsere Tänzerinnen mit ihrem „tierischen“ Tanz an die Reihe. Danach die Ziegenkutsche und das Schwein. Nun kamen unsere Clowns als Hochseilakrobaten, mit schlafenden Eseln und solchen, die Luftballons zerplatzten und vieles mehr. Dann kam Voltigieren auf Flicka und Rosine, dann Pyramiden und zum Schluss noch mal Voltigieren auf dem Muli Elsa. Nach einer kurzen Pause wurde gegrillt, einige entschlossen sich später am Lagerfeuer zu schlafen.

Juca2013Sonntag

Am letzten morgen mussten wir dann schon schauen, dass alle rechzeitig aus ihren Schlafsäcken kamen. Vor dem Frühstück durften alle „Großen“ reiten, sie hatten bei unseren Wanderungen immer darauf verzichtet und die „Kleinen“ reiten lassen. Und wir hatten ja dieses Jahr viele Große Esel, ein Muli und ein Pferd. Nach dem Frühstück musste dann alles aufgeräumt werden, alles Gepäck wurde vor das Heuhaus geräumt. Und dann landete ein Berg Klamotten und alles mögliche andere Zeug, das erst mal niemandem gehörte, in einer Kiste. Nachdem dann das meiste wieder bei denjenigen war, denen es gehörte, kamen auch schon die ersten Eltern angereist. Gegen 10:30 Uhr waren dann die meisten da. Nachdem alle einen schattigen Platzt gefunden hatten, ging unsere Zirkusaufführung los. Katrin war der Zirkusdirektor und nach dem Einlauf von allen ging es in der Reihenfolge von Gestern mit Musik und alles drum und dran los. Nach dem Zirkus verabschiedeten sich alle von einander, packten ihr Zeug zusammen und sagten allen Tieren tschüß und so langsam wurde es leer auf der Ranch. Alle, die noch da waren räumten den Rest noch auf und schon war das Jugendcamp wieder vorbei, es hat natürlich wieder total Spaß gemacht!

Sonntag

Die Kinder wurden am Sonntag alle um 7:00 Uhr geweckt, es wurde gefrühstückt und gepackt. Danach fand die Siegerehrung des Mal- und Dichtwettbewerbs statt. (die Ergebnisse stehen auf der Jugendseite).
Gemeinsam ging es auf die Weide, um sich von den Eseln und auch von den 5 süßen Eselfohlen zu verabschieden. Kurz nach 11:00 Uhr kamen die ersten Eltern um ihre Kinder abzuholen. Gegen 12 Uhr erfolgte die allgemeine Abreise.

Für viele Kinder des diesjährigen Eseljugendcamps war dies der erste Kontakt mit Eseln.
Das Ziel dieses Camps war es, den Kindern zu vermitteln, was ein Esel alles braucht, wie er gepflegt werden muss und was man mit ihm alles machen kann. Und dieses Ziel haben wir, unserer Meinung nach erreicht.
Außerdem haben wir bei diesem Jugendcamp ein neues JuVo-Mitglied gewonnen, Nadine Klocke. Wir hatten sie als Betreuer auf das Jugendcamp eingeladen. Von Anfang an haben wir super harmoniert. Wir hoffen auch künftig ein tolles Team bilden zu können.